Eine Störmeldegruppe ist im Themenbereich Industrieautomation ein Zusammenschluss mehrerer Störmeldungen (also Fehlermeldungen von verschiedenen Geräten, Sensoren oder Prozessen) zu einer logischen Einheit. Das bedeutet, statt jede Störung einzeln zu behandeln, werden sie gemeinsam überwacht und dargestellt.
Anwendungen
Störmeldegruppen kommen häufig in den folgenden Systemen zum Einsatz:
- Automatisierungstechnik
- Gebäudetechnik
- Siemens-Produkten
Typische Eigenschaften:
- Zusammenfassung: Einzelne Störmeldungen (z.B. aus verschiedenen Anlagenbereichen) werden zu einer Gruppe zusammengeschaltet.
- Statusanzeige: Störmeldegruppen zeigen an, ob mindestens eine Meldung innerhalb der Gruppe aktiv ist.
- Einfache Übersicht: Sie vereinfachen die Bedienung und die Übersicht, besonders in komplexen Anlagen.
- Quittierung: Häufig können Gruppenmeldungen gemeinsam quittiert werden.
Beispiele aus der Praxis:
In einer Leittechnik-Anwendung gibt es mehrere Pumpen, jede sendet eigene Störmeldungen. Alle Pumpen-Störmeldungen können zu einer Gruppe „Pumpenstörungen“ zusammengefasst werden. Ein Bediener sieht dadurch sofort, ob in irgendeinem Aggregat eine Störung vorliegt, ohne einzelne Komponenten abfragen zu müssen.
Siemens-spezifisch:
In Siemens-Systemen (z.B. SIMATIC PCs 7, S7 oder WinCC) werden Störmeldegruppen genutzt, um die Anzahl der angezeigten Meldungen zu reduzieren und das Meldemanagement übersichtlicher zu gestalten.
Kurz gesagt:
Eine Störmeldegruppe ist eine intelligente Zusammenfassung von mehreren Störmeldungen zu einer Gruppenanzeige im Leitsystem oder der Gebäudeautomation.
Siehe auch
- Sammelstörmeldung → das Ergebnis einer Störmeldegruppe
- Meldegruppe → manchmal auch für Alarm- oder Betriebsmeldungen