Elektrotechnische Schutzmaßnahmen sind Konstruktionen, Schaltungen und Regeln, die Menschen, Tiere und Sachwerte vor Gefahren durch elektrischen Strom schützen (v. a. elektrischer Schlag, Brand, Lichtbogen).
Man unterscheidet grob zwischen:
- Schutz gegen direktes Berühren (Basisschutz)
- Schutz bei Fehlern (Fehlerschutz)
- Zusatzschutz (zusätzliche Sicherheitsebene)
Basisschutz (gegen direktes Berühren)
- Basisisolierung aktiver Teile
- Abdeckungen / Umhüllungen (Gehäuse, Kapselung)
- Hindernisse / Anordnung außerhalb des Handbereichs (selten im Alltag)
Fehlerschutz (wenn ein Fehler passiert)
- Schutzerdung + Schutzleiter (PE) bei Schutzklasse I
- Automatische Abschaltung der Stromversorgung
- Sicherung/LS-Schalter (Überstromschutz)
- RCD/FI (Fehlerstromschutzschalter)
- Schutztrennung (Trenntrafo für einen Verbraucher)
- Schutz durch Kleinspannung
- SELV/PELV (z. B. 12 V/24 V Systeme)
- Doppelte/verstärkte Isolierung (Schutzklasse II)
Zusatzschutz (zusätzliche Ebene)
- RCD/FI ≤ 30 mA in vielen Anwendungen (Personenschutz)
- Zusätzlicher Potentialausgleich (je nach Umgebung/Anlage)