Löttechnik umfasst alle Verfahren und Grundlagen, um Bauteile dauerhaft und elektrisch leitend mit einer Leiterplatte oder einem Draht zu verbinden.

Löttemperatur

  • Typisch: 250–350 °C fĂĽr Elektroniklöten (Blei-frei eher 300–350 °C, bleihaltig ca. 250–280 °C)
  • Zu heiĂź → Lot verdampft, Lötstelle wird spröde, Bauteil kann beschädigt werden
  • Zu kalt → Lot flieĂźt nicht, kalte Lötstelle entsteht

Lot

Lot ist das Verbindungsmaterial. Ăśbliche Sorten:

  • Blei-freies Lot (Sn99Cu1 oder Sn96,5Ag3Cu0,5): Standard seit RoHS, höherer Schmelzpunkt
  • Bleihaltiges Lot (Sn60Pb40): Niedriger Schmelzpunkt, leichter zu verarbeiten (nur noch fĂĽr Sonderanwendungen)
  • Röhrenlot: Lot in Drahtform mit integriertem Flussmittelkern – am häufigsten im EIS-Bereich verwendet

Flussmittel

Das Flussmittel (Flux) hat folgende Aufgaben:

  1. Oxidschicht entfernen – damit das Lot die Kupferfläche benetzen kann
  2. Oberflächenbenetzung verbessern – Lot fließt besser
  3. Oxidation während des Lötens verhindern – schützt die heiße Stelle vor Sauerstoff

Tipps & Tricks

  • Spitze des Lötkolbens rein halten (mit feuchtem Schwamm oder Messingdraht)
  • Bauteil und Leiterplatte gleichzeitig erhitzen, dann Lot zufĂĽhren
  • Nicht zu lange löten (max. 2–3 s) – sonst Bauteil beschädigen
  • Nach dem Löten: Verbindung nicht sofort bewegen (Lot muss erstarren)
  • Siehe auch: Kalte Lötstellen